Ein nicht mehr ganz neuer Trend ist das “Crowdworking”. Um was es sich handelt und ob in der neuen Arbeitsform Chancen (für Dich) bestehen, wollen wir mit den folgenden Zeilen ein wenig beleuchten.

Neue Arbeitswelten durch Crowdsourcing

Übergeordnet bezeichnet man Crowdworking als Crowdsourcing. Denn hier geht es in erster Linie darum, örtlich unbeschränkt Aufträge an Freelancer auszuschreiben. Das Internet ist dabei das Vehikel, um kreative Köpfe auch außerhalb der Unternehmensmauern mit ins Boot zu holen.

Doch Crowdsourcing ist nur eine Komponente des Trends: Auch die Arbeit selbst wird beim Crowdworking über digitale Kanäle ausgeführt. “Vor Ort im Büro sein” muss bei dieser Art des Arbeitens niemand mehr.

Ein weiterer Aspekt des Crowdworkings wird vom Begriff selbst am besten beschrieben: Es geht darum, mehrere Menschen (die Crowd) an einem Projekt arbeiten zu lassen, ohne dass man jeden Einzelnen dafür akquiriert.

Klingt ja alles erst einmal ganz gut, doch je nachdem, um was für einen Crowdworking Job es sich handelt, sind die verschiedenen Aspekte mehr oder weniger stark ausgeprägt. Im besten Fall bekommst Du als Freelancer über Crowdsourcing tolle Aufträge, an die Du sonst nicht gekommen wärst. Im schlechtesten Fall arbeitest Du digitale 1-Euro-Jobs ab, mit denen Du am Ende mehr Arbeit hast und weniger Geld verdienst, als würdest Du Dich um einen Putzjob auf Mindestlohn-Basis bemühen.

Lohnt sich Crowdworking – und wenn, für wen?

Für die Unternehmen, die Crowdworking als Modell nutzen, lohnt es sich immer. Zum einen entstehen dem Unternehmen keinerlei Lohnnebenkosten, die bei einem Angestellten fällig würden, zum anderen ist auch der administrative Aufwand äußerst gering, da Plattformen die Akquise und Abwicklung zwischen Auftraggeber und Mikrojobber übernehmen.

Die negativen Aspekte liegen hier eher auf Seite des Crowdworkers, der mit dieser Tätigkeit online Geld verdienen möchte: Soziale Absicherung gibt es für Dich als Mikrojobber keine; sogar versteuern musst Du Dein Einkommen, da es sich hierbei nicht um Minijobs im rechtlichen Sinne handelt, sondern um kleine Aufträge, die man in der Steuererklärung angeben muss – auch wenn es nur ein paar Cent für das Ausfüllen einer Umfrage sind. Klar, es gibt steuerliche Freibeträge, bis zu denen Einnahmen steuerfrei bleiben, doch verdient man durch Mikrojobs sein Lebensunterhalt (wenn das überhaupt möglich ist), hält der Fiskus die Hand auf.

Selten rentabel

Für den Mikrojobber lohnen sich die kleinen Jobs in der Regel nur, um ein Zusatzeinkommen neben der Haupttätigkeit zu generieren. Doch auch hier ist Vorsicht geboten: Um mit Crowdworking nur ein minimales Taschengeld zu verdienen, das wahrscheinlich niedriger ist, als jenes, das Deine Eltern Dir gezahlt haben als Du 10 Jahre alt warst, musst Du bereits einige Umfragen ausfüllen oder Produkte bewerten (klassische Crowdworking-Jobs, die über Plattformen angeboten werden). Halte also Ausschau nach gut bezahlten Mikrojobs, bei denen Du zwar etwas mehr denken musst, dafür aber auch etwas mehr Geld verdienst. Als eine Säule des Zusatzeinkommens könnte sich Crowdworking dann durchaus für Dich rechnen; jedenfalls sofern die Einnahmen steuerfrei bleiben.

Alternativen zum Crowdworking

Der Traum, von zu Hause aus zu arbeiten und keinen Chef in Nacken sitzen zu haben, ist durchaus realisierbar. Doch vielleicht sind Crowdworking Jobs nicht das richtige Mittel, diesen Wunsch wahr werden zu lassen. Das Internet bietet zahllose Möglichkeiten, sich selbstständig zu machen. Gründe oder kaufe einen Onlineshop, werde Blogger, bewerbe Produkte mit einer Affiliate Website und generiere langfristig nicht nur aktives, sondern auch passives Einkommen. Mehr dazu erfährst Du unseren anderen Artikeln.


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