Die Theorie ist immer eine Sache, die Praxis oftmals eine andere. Wenn ihr es auf Projektify geschafft habt, spielt ihr womöglich mit dem Gedanken, euch von einem Webprojekt zu trennen oder eines zu kaufen. Damit ihr konkret erfahrt, wie das ganze praktisch abläuft und ihr einen Einblick in die Vielfalt an Webprojekten bekommt, haben wir an dieser Stelle wieder mit Käufern und Verkäufern eines Webprojektes gesprochen. In diesem Artikel erzählen wir euch, was wir erfahren haben.

Hintergrund

Bei diesem Beispiel handelt es sich um einen Onlineshop für Holzprodukte ohne Umsätze, der erst Anfang 2017 gegründet, und bereits kurze Zeit nspäter verkauft wurde. Umsätze waren zum Zeitpunkt des Verkaufs nicht nachweisbar – vorhanden war jedoch eine komplett gefüllte Webseite samt Shop- und Bezahlsystem sowie diverse Blogartikel. Betrieben wurde das Projekt von einem Einzelunternehmen.

Motivation des Verkaufs

Gestartet wurde das Projekt aus einer spontanen Idee des Gründers heraus. Nach der Umsetzung des Onlineshops sowie der ersten Marketingmaßnahmen fand der Gründer, der sich in einem Angestelltenverhältnis in Vollzeit befindet, nicht die nötige Zeit, das Projekt weiter aufzubauen. Von vornherein wäre das Projekt lediglich als zusätzlicher Verdienst gedacht gewesen. Statt das Projekt an dieser Stelle einfach “liegen zu lassen” hat der Gründer eine Chance im Verkauf des Webprojektes über Projektify gesehen.

Vorbereitung des Verkaufs

Noch bevor die Anzeige auf Projektify geschaltet wurde, hat der Gründer des Projektes den Verkauf akribisch vorbereitet. Dazu gehörte die Ausarbeitung eines kurzen Businessplans sowie eine Dokumentation der Schritte, die weiterhin notwendig sind. Dem potentiellen Käufer sollte der Start so erleichtert werden und er sollte direkt dort anknüpfen können wo der Gründer aufgehört hat. Es wurde also klar die Anknüpfungspunkte sowie das Potential des Projekts in den Fokus der Anzeige gerückt.

Preisbestimmung

Da es sich empfiehlt, eine Anzeige auf Projektify bereits mit einer relativ klaren Preisvorstellung zu versehen, hat der Gründer hier versucht eine faire Kalkulation vorgenommen. Dazu wurden die einmaligen Kosten für Templates, wichtige Plugins und Co mit einer subjektive bewerteten “Aufwandsentschädigung” für den Gründer addiert. Verkauft wurde das Projekt am Ende für rund 1.000 Euro.

Käufersuche über Projektify

Bereits nach drei Tagen nach Schaltung der Anzeige auf Projektify, gab es fünf Interessenten. Bei dem überschaubaren Projekt, wollte der Verkäufer die Käufersuche nicht in die Länge ziehen. Anders als bei einer lange aufgebauten Firma, fällt es Verkäufern bei kleinen und jungen Projekten sehr leicht, sich davon zu trennen. Nach diversen Telefonaten bekam der Interessent (in diesem Fall zwei Interessenten) den “Zuschlag”, mit dem ein Preis vereinbart werden konnte, welcher der ursprünglichen Preisvorstellung am nächsten

Abwicklung des Verkaufs

Nach der ersten Kontaktaufnahme folgte ein ca. 3-stündiges Telefonat, in dem alle Modalitäten besprochen wurden. Als Kaufvertrag wurde ein Vertragsmuster von Projektify genutzt. Da das Projekt als Einzelunternehmen (alleiniger Inhaber/Betreiber = keine Anteilseigner) betrieben wurde, wurde der Onlineshop wie ein Wirtschaftsgut verkauft. Das Einzelunternehmen wurde nach dem Kauf aufgelöst. Bei diesem Beispiel wurde außerdem der Projektify Treuhand-Service genutzt. Nachdem der im Vertrag vereinbarte Betrag auf dem Treuhandkonto eingegangen war, wurden alle Teile des Projektes auf die Käufer (in diesem Fall eine zwei Personen GbR) übertragen. Diese möchten mit dem Projekt den Schritt in die Selbstständigkeit wagen, nicht bei Null beginnen und das Projekt neben ihren Vollzeit-Anstellungen langsam aber stetig aufbauen.

Fazit & Tipps

Das Beispiel zeigt, dass der Verkauf eines kleinen, nicht ganz so umfangreichen Projektes relativ unkompliziert vonstatten gehen kann. Der Besuch beim Notar ist nicht unbedingt notwendig. Auch wird deutlich, dass trotz nicht vorhandener Umsätze ausreichend Interesse besteht und der Verkauf eines solchen Projektes durchaus möglich ist.

Hängt kein umfangreiches Firmenkonstrukt an dem Projekt und müssen keine Anteile verkauft werden, hilft ein Mustervertrag bereits weiter. Zudem verdeutlicht dieser Fall, dass der Handel eines solchen Projektes auch ohne persönliches Treffen vollzogen werden kann. Ein paar Telefonate oder ein Skype-Chat, bei dem alle Einzelheiten geklärt werden, reicht vollkommen aus.


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Projektify ist ein Marktplatz für den An- und Verkauf von Webprojekten. Wir haben bereits selbst erfolgreich ein StartUp verkauft und kennen die potentiellen Schwierigkeiten. Mit unserem Verein, möchten wir anderen Gründern eine kostenlose Plattform für den Handel bieten und zudem über Wissenswertes im Zusammenhang mit (Online-)Unternehmen informieren.

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