Wie in den letzten Fallbeispielen, möchten wir dir auch mit diesem näher verdeutlichen, wie so ein Projekt-Handel über Projektify im Detail abläuft und worauf du bei Kaufanfragen oder einem Inserat achten solltest. 

Hintergrund

Bei diesem Beispiel handelt es sich um den Verkauf eines Onlineshops für Kaffee, welcher seine Umsätze von knapp 1.000 Euro / Monat hauptsächlich über das Affiliate-Programm von Amazon generiert hat. Betrieben wurde der Affiliate-Onlineshop, der für mindestens 8 wichtige und themenrelevante Keywords top Platzierungen bei Google verzeichnen konnte, als Einzelunternehmen. Im Dezember 2016 wurde das Affiliate Projekt erfolgreich für rund 25.000 Euro über Projektify verkauft.

Motivation des Verkaufs

Der Gründer des Affiliate Onlineshops startete das Projekt als Nebenverdienst zur Finanzierung seines Studiums. Nach dem erfolgreichen Abschluss merkte der Betreiber schnell, dass eine Entscheidung getroffen werden musste: Sofern der durch das Studium angestrebte Beruf ausgeübt werden sollte, würde nicht genug Zeit vorhanden sein, den Affiliate-Shop in dieser Form weiter zu betreiben. Begründung: Die hohen Umsätze kamen vor allem durch sehr hohen Traffic zustande, der mittels regelmäßiger und umfangreicher Blogbeiträge generiert wurde. Ein solch regelmäßiger Content kostet entweder Zeit oder aber Geld, welches die monatlichen Gewinne für den Betreiber minimieren würde.

Tipp: An dieser Stelle ist immer abzuwägen, ob es sich lohnt, die Beiträge oder den gesamten Blog an einen erfahrenen Texter oder Content-Manager abzugeben. Im Zweifelsfalls steigt der Traffic sogar und die nötigen finanziellen Aufwendungen werden wieder erwirtschaftet. Durch die neu gewonnene Zeit, ist jedoch ein Fokus auf weitere Projekte oder beispielsweise die parallel laufende Festanstellung möglich. In der Summe kann dadurch ein persönlicher und finanzieller Gewinn entstehen. 

Preisbestimmung und Vorbereitung des Verkaufs

Als der Gründer des Shops den Entschluss gefasst hatte, sich endgültig vom eigenen Projekt zu trennen, wurden vor Anzeigenschaltung die Zahlen aus Google Analytics aufbereitet, eine umfassende Dokumentation geschrieben und ein kurzer Businessplan formuliert, in dem auch die voraussichtlichen Gewinne der folgenden 12 Monate festgehalten wurden. Anhand dieses erwarteten Gewinns, wurde auch der gewünschte Verkaufspreis von etwa 30.000 formuliert, der am Ende jedoch nicht ganz erzielt werden konnte. 

Durchführung des Verkaufs über Projektify

Innerhalb der ersten zwei Wochen, konnte der Verkäufer insgesamt fünf ernsthafte Kaufanfragen über unsere Plattform verzeichnen. Nach der ersten Kontaktaufnahme, Mailkontakt und diversen Telefonaten mit den potentiellen Käufern, wurde das Webprojekt am Ende, nach kurzen Nachverhandlungen, an den Höchstbietenden verkauft. Ein besonders großer ideeller Wert bestand für den Gründer nicht. Anders als bei dem Fallbeispiel “GmbH Verkauf, bei dem die beiden Gründer das eigene Projekt in erster Linie in gute Hände geben, und den Käufer auch die erste Zeit betreuen wollten, war für den Verkäufer in diesem Fall lediglich der zu erzielende Verkaufspreis relevant.

Ablauf des Verkaufs und Motivation des Käufers

In einem Telefonat zwischen Käufer und Verkäufer wurden alle Details, sowie das weitere Vorgehen besprochen. Zur rechtlichen Sicherheit wurde bei diesem durchaus hohen Verkaufspreis ein Projektify Mustervertrag angepasst und genutzt. Die beiden Parteien hielten darin fest, welche Rechte und “Sachgüter” zu welchem Preis an den Käufer übergeben werden sollten.

Für den Käufer, der neben seinem Angestelltendasein langsame aber nachhaltige Schritte in Richtung Selbstständigkeit wagen wollte, erwies sich dieses Projekt dank der starken und konstanten Umsätze sowie dem relativ niedrig angesetzten Verkaufspreis (für Webprojekte mit solchen Umsätzen) als ideal.

Nachdem der vereinbarte Verkaufspreis überwiesen wurde, startete man mit der Übertragung der Website auf den Webspace des Käufers. In vielen anderen Fällen, wird der Hosting-Vertrag ganz einfach vom Verkäufer auf den Käufer überschrieben.

Fazit und Tipp

Anhand dieses Fallbeispiels für den Verkauf eines Onlineshops lassen sich erneut konkrete Handlungsempfehlungen für Käufer und Verkäufer ableiten: Je niedriger der Käufer den Kaufpreis ansetzt, desto mehr Anfragen bekommt dieser in relativ kurzer Zeit. Ist der in der Anzeige formulierte Kaufpreis zu hoch, ist nur in seltenen Fällen mit zahlreichen ernsthaften Anfragen zu rechnen.

Desweiteren sollte man sich als Verkäufer gut überlegen, ob man sich tatsächlich vom eigenen Projekt trennen möchte. Sind die Umsätze konstant und die notwendigen finanziellen Investitionen gering, sind Webprojekte mit solch signifikanten Umsätzen ein gutes (Zusatz)einkommen. Übersteigt der persönliche Aufwand ein “gesundes Maß”, kann die Hilfe von Content-Experten hilfreich sein, durch die der Betreiber der Webseite Zeit gewinnt, die wieder anderweitig investiert werden kann. Gerade bei Affiliate Shops ist der zeitliche Rahmen überschaubar, da die Umsätze über Provisionen verdient werden und dadurch kein Warenversand notwendig ist. Ein “nochmal drüber nachdenken” ist in solchen Fällen durchaus ratsam. Wird sich dennoch für den Verkauf entschieden, stellt Projektify die ideale und vor allem kostenfreie Plattform für den Website-Handel dar.

Außerdem hast Du auf Projektify die Möglichkeit Dich beim Verkauf eines Webprojekts professionell von einem unserer Partner begleiten zu lassen. Nutze doch dazu gleich unseren Service “Webprojektverkauf Beratung“.


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Wie findest du das?

Projektify ist ein Marktplatz für den An- und Verkauf von Webprojekten. Wir haben bereits selbst erfolgreich ein StartUp verkauft und kennen die potentiellen Schwierigkeiten. Mit unserem Verein, möchten wir anderen Gründern eine kostenlose Plattform für den Handel bieten und zudem über Wissenswertes im Zusammenhang mit (Online-)Unternehmen informieren.

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