In Sachen Onlinegewerbe ist das Kleingewerbe eine der beliebtesten Unternehmensformen, um den Einstieg zu wagen. Welche Vorteile und Nachteile das Kleingewerbe birgt, möchten wir dir in unserem Beitrag kurz vorstellen.

Was ist ein Kleingewerbe?

Zunächst einmal sollten wir erläutern was ein Kleingewerbe überhaupt ist. Bei jedem Gewerbe handelt es sich um ein Unternehmen, bei dem der Betreiber eigenverantwortlich unternehmerisch tätig ist. Vor allem Industrie- und Handelsgewerbe zählen zu den klassischen Gewerbeunternehmen. Das Kleingewerbe unterscheidet sich von klassischen Gewerben durch die einzuhaltenden rechtlichen Bestimmungen. Der Kleingewerbetreibende handelt im Gegensatz zu anderen Gewerbetreibenden nicht nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches und anderen speziellen Vorschriften. Das Kleingewerbe unterliegt nur den Vorschriften des Bürgerlichen Gesetzbuches, der Gewerbeordnung und der Steuer- und Sozialgesetze.

Wichtig zu unterscheiden ist auch noch die Abgrenzung zwischen Kleingewerbe und Kleinunternehmen. Oftmals wird dieser Begriff irrtümlicherweise gleichgesetzt. Der Kleinunternehmer kann sowohl ein Gewerbe betreiben, als auch einen freiberuflichen Beruf ausüben. Demnach sind Kleinunternehmer, die ein Gewerbe betreiben Kleingewerbetreibende. Umgekehrt ist dies jedoch nicht immer vorausgesetzt.

Tipp: Eine genauere Definition zum Thema Kleinunternehmen findest du in unserem Lexikon.

Was sind die Vorteile eines Kleingewerbes?

Das Kleingewerbe bietet insbesondere für Einsteiger und Nebenberufliche die ideale Möglichkeit um Fuß zu fassen, da kein bestimmtes Gründungskapital benötigt wird. Die Anmeldung erfolgt unkompliziert über das Gewerbeamt. Zusätzlich entfällt für das Kleingewerbe die Eintragung im Handelsregister.

Auch beim Thema Buchhaltung weist das Kleingewerbe einen großen Vorteil auf, da der Kleingewerbetreibende keine Buchführungspflicht hat. Dadurch entfallen die doppelte kaufmännische Buchhaltung und die Veröffentlichung des Jahresabschlusses.

Ein weiterer Vorteil des Kleingewerbes ergibt sich, wenn du dieses nebenberuflich ausüben möchtest. Dadurch kannst du deine Geschäftsidee ausprobieren und bist weiterhin über deinen Hauptarbeitgeber sozialversichert. Dennoch solltest du in jedem Fall auf Nummer sicher gehen und deinen Arbeitgeber informieren, dass du nebenberuflich tätig bist.

Viele Kleingewerbetreibende nutzen oft die Kleinunternehmerregelung, die für Kleinunternehmer gilt. Diese greift, wenn der Jahresumsatz im Gründungsjahr (oder bei längerer Bestehen des Unternehmen im Vorjahr) geringer als 17.500 Euro war und im laufenden Kalenderjahr 50.000 Euro nicht übersteigt. Der Vorteil der sich aus der Regelung ergibt ist der Wegfall der Umsatzsteuerpflicht.

Was sind die Nachteile bei der Gründung eines Kleingewerbes?

Einer der Nachteile, die das Kleingewerbe mit sich führt ist die Haftung bei Verlustgeschäften. Anders als bei den Kapitalgesellschaftsformen GmbH oder AG, haftest du bei Verlusten mit deinem Privatvermögen. Bei den Kapitalgesellschaften haften die Gesellschafter nur in der Höhe ihres investierten Kapitals.

Insbesondere für hauptberufliche Kleingewerbetreibende kann die Unternehmung zu Verlusten führen, da kein weiteres Einkommen generiert wird. In diesem Fall sollte man überlegen, ob eine Kapitalgesellschaft nicht die bessere Variante darstellt. Für nebenberufliche Kleingewerbetreibenden hingegen bietet das Kleingewerbe eine gute Möglichkeit mit wenig Aufwand eine Geschäftsidee auszuprobieren und diese bei Erfolg auch künftig hauptberuflich ausüben zu können.

Tipp: Schau dir auch unsere Checkliste zum Thema Kleingewerbe gründen und erfahre wie du Schritt für Schritt dein Kleingewerbe anmeldest!


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Bildquelle: Designed by Pixabay

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