Die Gründung des eigenen Unternehmens kann ein aufregender Schritt sein. Doch damit verbunden ist auch die Frage, wie man sich als Start-up am besten finanziert. Es gibt verschiedene Möglichkeiten, die wir in diesem Artikel ansprechen möchten. 

Crowdfunding

Viele Start-ups versuchen sich über Crowdfunding zu finanzieren und damit auch ihren Bekanntheitsgrad zu steigern. Einigen ist es gelungen, mit einer solchen Kampagne große Summen einzunehmen und sogar viral zu gehen. 

Ein Beispiel ist das Unternehmen Popsocket, das aufgrund seiner Accessoires fürs Smartphone weltweit beliebt geworden ist. Die Gadgets werden an die Rückseite des Geräts geklebt und dienen dazu, das Handy bei Selfies leichter halten zu können. Im Jahr 2012 nahm Popsocket durch Crowdfunding auf Kickstarter 18.500 Dollar ein. Es beteiligten sich 520 Fans. Bereits 2018 konnte Popsocket Einnahmen von etwa 200 Millionen Dollar verzeichnen und hat sich zu einem enorm erfolgreichen Unternehmen entwickelt. 

Natürlich ist der Erfolg durch Crowdfunding nicht garantiert, jedoch ist dies eine Möglichkeit, die genutzt werden kann. 

Bankkredite und Venture-Capital

Leider ist es schwierig, als junges Unternehmen einen Bankkredit zu erhalten. Banken haben dafür oft strenge Voraussetzungen und möchten sich absichern. Eine andere Möglichkeit, Kapital zu erhalten, ist durch Venture-Capital. In einem solchen Fall investieren interessierte Beteiligungsgesellschaften in das Start-up, von dem sie einen Wertanstieg erwarten. Sie kaufen Anteile, die sie anschließend wieder verkaufen, um einen Gewinn zu erzielen. Dies gibt ihnen allerdings auch gewisse Rechte und sie müssen in Entscheidungen einbezogen werden. Natürlich sind Beteiligungsgesellschaften aber am Wachstum des Unternehmens interessiert und daher eine interessante Option für viele Unternehmer. In Deutschland werden, laut Venture-Capital-Investor Earlybird, rund 5.000 Unternehmen von Beteiligungsgesellschaften unterstützt. 

Eigenkapital aufbringen und das eigene Wissen einsetzen

Existenzgründer befassen sich oft intensiv mit den Strategien anderer Unternehmen: wie sie betrieben werden, wie sie ihre Ziele erreichen. Gründer, die sich ein solches Wissen aneignen, haben die Option, selbst in profitable Unternehmen zu investieren und Gewinne zu erzielen. Ähnlich wie ein Angelinvestor können selbst kleine Firmenanteile gekauft und wieder verkauft werden. Es gibt sogar die Option, mit Rohstoffen zu handeln oder in den Forex Handel zu investieren, wobei diese Methoden natürlich mit Risiko verbunden sind. Falls verfügbar kann auch der Verkauf von Wertgegenständen Kapital einbringen. Manchmal ist es gar nicht nötig, viel Geld in das eigene Start-up zu investieren. Oft genügt schon eine Internetverbindung und ein Computer, um durch Marketingmaßnahmen den Bekanntheitsgrad zu steigern.

Angel investors

Sogenannte Angel investors, übersetzt auch Unternehmensengel, unterscheiden sich von Venture-Capital-Investoren darin, dass es sich oft um eine einzelne Person handelt, die in eine Unternehmensgründung investiert und nicht um ein ganzes Unternehmen. Sie besitzen normalerweise nicht den gleichen Erfahrungsschatz und das Kapital einer Beteiligungsgesellschaft. Dennoch können sie bei der Gründung sehr wertvoll sein. 

Rechnungsfinanzierung und Factoring

Geraten genügend Kunden beim Bezahlen von Rechnungen in Verzug, kann dies die Liquidität eines Unternehmens beeinflussen. Daher verkaufen viele Firmen diese Forderungen an spezialisierte Anbieter, die sich dann selbst darum kümmern. Das wird Factoring genannt. 

Als Alternative dazu werden bei der Rechnungsfinanzierung Rechnungen noch vor dem fälligen Datum vorfinanziert. Sobald der Kunde die Rechnung bezahlt wird der Betrag an das Unternehmen, dass die Rechnungsfinanzierung vorgenommen hat, weitergeleitet. 

In diesem Artikel haben wir Fördergelder nicht angesprochen, da dies den Rahmen sprengen würde. Selbstverständlich gibt es aber auch viele geeignete staatliche Förderprogramme, die Existenzgründer unterstützen können.

Manchmal führen kreative Ideen zu den richtigen Ergebnissen, in anderen Situationen sind traditionelle Wege besser geeignet. Manchmal helfen sogar Familienmitglieder oder Freunde dabei, das Unternehmen zu fördern. Wichtig ist es, den Mut nicht zu verlieren. 

Image: Foto von Matthew Osborn auf Unsplash

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